1/20/2013

Update über Scoobys Hilfsangebot an El Galgo Senior



Liebe Freunde,
ich werde Euch nun die Chronik einer unnötigen Reise nach Alicante erzählen...
Wir Ihr alle wisst, ist Pat Osborne von einer Tranvía überrollt worden und gestorben. Es scheint, dass sie leicht schwerhörig war und so die Tranvía nicht herannahen hörte.
Pat hatte ein Tierheim mit Galgos und als ich von dem Unglück erfuhr, bot ich unsere Hilfe an, in diesem Falle, alle Tiere, die sich im Tierheim befanden, abzuholen. Um den Transport besser koordinieren zu können, fuhr ich also am Freitag runter nach Murcia, wo mein Bruder wohnt, um am nächsten Tag von dort aus das Tierheim von El Galgo Senior aufzusuchen.
Gesagt, getan. Gestern, Samstagmorgen fuhr ich hin und was ich dort vorfand, gefiel mir nur wenig, nein, es gefiel mir gar nicht. Es waren bereits Leute verschiedener Organisationen dort angekommen und sie suchten sich Hunde aus, um sie mitzunehmen. Ich weiß nicht, woher die Idee stammte, aber ich war völlig überrascht und auch von den Worten von María José, einer belgischen Freiwilligen von El Galgo Senior, die dort war und schließlich Teil der Organisation war, also auch nach dem was sie erzählte, diskutierten die Leute selbst mit ihr über die Hunde. Sie sagte, einer der Hunde habe bereits in der Schweiz ein Zuhause gefunden, aber eine Frau vor Ort wollte unbedingt diesen für sich haben und sie solle einen anderen dafür auswählen.
Nun, Ihr kennt unsere Arbeitsweise. Wir suchen nicht aus, wir lösen das Problem direkt und nehmen alle Hunde mit. Ich fragte also Freiwillige des Tierheims und sie sagten mir, das seien Leute, die sie im ganzen Leben dort noch nicht gesehen hatten. Ich erfuhr, dass die Hunde, die Patricia dort aufnahm, praktisch alle von Zigeunern und Jägern aus der Gegend stammten und mir kam die Idee, die Arbeit des Tierheims dort fortzuführen. Scooby könnte sich um die Hunde und das Tierheim kümmern. Und das schlug ich dem Sohn von Patricia auch vor. Scooby würde einen Arbeiter dorthin schicken, Oscar, der von Medina dorthin käme, um alles am Laufen zu halten und zu versorgen und dann könnte man schauen, ob diese Lösung Zukunft hätte oder nicht. Im Prinzip würden wir alle Ausgaben übernehmen, ganz einfach, weil es mir Sorgen machte, was aus diesen armen Hunden in der Zukunft werden sollte.
Mein Angebot wurde zurückgewiesen und das einzige, was für mich noch übrig war, war die Hunde aufzunehmen. Ich suche nicht aus. Ich nehme alle mit, weil alle ein Recht auf eine Zukunft haben. Weiße Hunde, schwarze, Männchen, Weibchen, schüchterne, sozialisierte, solche mit Leishmania und solche ohne. Ich hinterließ ihm meine Telefonnummer, sagte dem Personal dort Bescheid und fuhr wieder…wie Ihr verstehen könnt, werde ich mich nach 25 Jahren Galgorettung mit niemandem streiten, um mehr Hunde zu retten. Wenn es darum geht, Galgos zu helfen, sind vielleicht nicht alle so medienwirksam wie diese und sie sind auch nicht auf der ganzen Welt in Facebook zu sehen, aber es sind Galgos und sie verdienen es, dass ihnen geholfen wird.
Später erfuhr ich, das eine gewisse Ana Patricia, von der ich nicht weiß, wer sie ist, noch zu welcher Organisation sie gehört, erzählte, dass ich ein Zigeuner sei und ein Jäger und dass sie Scooby nicht einen Hund geben werde. Ich wüsste gerne, wer diese Frau eigentlich überhaupt ist und würde ihr gerne erklären, dass ich schon Galgos rettete, bevor sie überhaupt wusste, was ein Galgo ist.
Ja, das ist also, was passiert ist. Scooby wurde dort nicht benötigt.
Also werden wir Galgos aus den Perreras retten, wo niemand hinfährt. Übrigens sind aus Cuenca gerade 27 neue Galgos angekommen und von Sevilla werden wir wieder einen kompletten Transport übernehmen. Isabel hat uns angerufen, dass es dort voll ist. Ich weiß, dass es schon Spendenaktionen für Scooby für die Hunde von Pat Osborne gegeben hat und wir werden sie jetzt wohl nicht übernehmen. Aber ich sage Euch etwas. Diese Hunde werden nur geringe Kosten verursachen, weil die meisten schon kastriert, geimpft, gechipt und mit Bluttests waren, also fertig vorbereitet für eine Adoption. Die Leute, die dafür gespendet haben und ihr Geld zurück möchten, sollen uns das bitte sagen und wir werden es zurückschicken, aber falls Ihr es nicht zurückwollt, werden wir es für die 40 verwenden, die aus Sevilla kommen.
Und was schön gewesen wäre, …. wenn mir jemand im Vorfeld schon Bescheid gegeben hätte – das hätte mir eine Reise von 1.200 km erspart, die zu nichts geführt hat.
Zum Schluss – wir boten María José aus Belgien an, ihr beim Transport zu helfen und dieses Angebot steht noch. Wenn sie unsere Hilfe braucht, muss sie nichts anderes tun, als uns Bescheid zu sagen. Und ich möchte sie hiermit offiziell einladen, uns hier zu besuchen, denn nach unserer Unterhaltung weiß ich, dass sie begeistert von unserem Tierheim hier wäre.
Viele Grüße
Fermín.

1/18/2013

Mensch, ich mag Hunde



Manchmal frage ich mich, warum ich statt dessen nicht Briefmarken hätte mögen können - mein Leben wäre so viel einfacher gewesen. Aber ich mag nun einmal Tiere, also werde ich wohl damit leben müssen. Und ehrlich gesagt bemitleide ich mich dafür auch nicht, sondern bin sehr glücklich so, wie es ist. Eine lustige Geschichte: Es heißt, wir Menschen wären bloß Tiere, die Kleidung tragen. Wenn Ihr schon einmal einen mehrtägigen Kurs besucht habt, werdet Ihr wissen, dass wir schon am ersten Tag glauben, ein bestimmter Sitzplatz würde uns gehören. Und es gefällt uns gar nicht, wenn uns jemand von diesem Platz verdrängt. Genauso ist es bei meinen Schülern. Wir geben uns alle Mühe, damit sie gemeinsam lernen und arbeiten, wir mischen Jungs und Mädchen miteinander, doch sobald wir das Klassenzimmer verlassen, trennt sich die Gruppe sofort in Mädchen auf der einen und Jungs auf der anderen Seite. Bei meinen Hunden habe ich neulich genau das Gleiche erlebt. Zurzeit leben drei Hunde bei mir, und jeder hat sein eigenes (gleich großes und gleich weiches) Bett. Aber wehe, wenn einer der Drei versucht, das Bett eines anderen in Beschlag zu nehmen. Dann haben wir wirklich ein Problem, denn der seines Bettes beraubte Hund stellt sich weinend neben seinen alten Schlafplatz und protestiert so lange, bis ich aufwache, die alte Ordnung wiederherstelle und jeden Hund zurück in sein eigenes Bett bugsiere. Eins steht fest: Wir haben alle unsere albernen Angewohnheiten. Bis zur nächsten Albernheit,
Fermín






1/16/2013

Teo, ein Galgo mit Glück im Unglück


Die Geschichte von Teo ist der Grund für einen inneren Konflikt meiner Gefühle die Spezies Mensch betreffend. Ich erzähle euch die Geschichte und ihr könnt selber urteilen...Teo wurde in einem Pinienwald nahe unserem Tierheim in Laguna de Duero sich selbst überlassen. Aber nicht nur das, er wurde an einen Baum gebunden, ohne Futter oder Wasser, zum Sterben zurückgelassen. Seinem Aussehen bei der Ankunft nach zu urteilen, denken wir, er muss dort schon mehr als eine Woche ganz allein verbracht haben, bis ein Mensch des Weges kam, sehr verärgert das Seil durchtrennte und ihn zur Polizei brachte. Von dort kam er schließlich in unser Tierheim in Laguna, wo er pausenlos zwischen Wasser und Futter hin und her pendelte. Meine Gefühle sind sehr ambivalent, sie reichen vom Wunsch denjenigen, der ihn dort zurückgelassen hat zu erschießen, bis hin zum Wunsch den Retter zu küssen.
Nun legt er langsam an Gewicht zu und lebt ein Leben, dass er nie zuvor gekannt hat.
Grüße,
Fermín


1/13/2013

Happy End für Cielo



Bei Scooby haben wir ein neues Hundemädchen; sie ist schwarz mit einem weißen Fleck auf der Brust, mittelgroß und etwa vier bis fünf Jahre alt
Sie hat ein schönes Gesicht und himmlische Augen, die sehr, sehr traurig sind.
Zu uns kam sie an einem kalten Morgen, klatschnass und mit einem verwundeten Hinterbein. Man hatte uns benachrichtigt, dass ganz in der Nähe von Scooby ein Hund gesehen worden sei, der sich in einem Kanalrohr versteckt habe und dort nicht herauszubekommen sei. Wir gingen hin und da war sie, unsere Freundin, sie stand bis zum Bauch im Wasser.
Sie war sehr verängstigt und rannte von einer Seite der Röhre auf die andere, traute sich aber nicht heraus, denn der einzige Ausgang war in der Nähe eines Bauernhofs, wo einige große Hunde waren, die sie zu beißen versuchten.
Als wir sie fanden, war sie panisch; wir versuchten, sie zu beruhigen, und schließlich gelang es einem von uns, sie zu packen und mit vereinten Kräften brachten wir die zu Scooby, wo wir sie trockneten und säuberten und dabei die Wunde am Hinterlauf entdeckten.
Es sah ganz nach einem Biss aus; vielleicht hatte einer der großen Hunde sie erwischt, als sie versucht hatte, aus der Röhre zu kriechen, jedenfalls sah es nicht gut aus … die Wunde war stark geschwollen und infiziert, wahrscheinlich, weil die Kleine tagelang im schmutzigen Wasser des Kanals gestanden hatte.
Wir konnten nicht viel anderes tun, als sie dem Tierarzt vorzustellen, und das Endergebnis waren vier Stiche im Hinterbein.
Als wir zurück zu Hause waren, zitterte sie stark, wohl mehr wegen der Kälte als aus Angst, und wir fragten uns, was wir mit ihr anfangen sollten – jedenfalls boten wir ihr Futter an und konnten sie überzeugen, ein große Portion Fleischklopse zu sich zu nehmen.
Anschließend war sie schon ruhiger und rollte sich neben Pinocchio zusammen, wo sie schnell und friedlich einschlief. Er war der erste Hund gewesen, der sie beschnuppert hatte,  wobei er ihr ins Ohr geflüstert hatte:  „ Hab keine Angst, sie werden für dich sorgen!“
Wir haben sie Cielo, Himmel, genannt.


1/03/2013

Facebook-Zäune



Es ist schon beeindruckend, wie viele Menschen aus der ganzen Welt mittlerweile auf Facebook aktiv sind. Und scheinbar stecken sich immer mehr Menschen in den Social Media mit dem „Scooby-Fieber“ an. Das ist für Scooby so unglaublich wichtig! Mehr Menschen werden auf uns aufmerksam, Hunde und Katzen werden beworben und regelmäßig wird über die Auktionen viel Geld gesammelt, das den Scooby-Tieren zugutekommt und dringend benötigt wird.
Als wir im letzten August die Paddocks, die an der äußeren Grenze des Scooby-Geländes liegen, besucht haben, trafen wir den scheuen Mastin Askaron nicht in seinem Paddock an. Stattdessen lief er außerhalb des Tierheims an der äußeren Seite des Zauns entlang. Dani kletterte auf eine Hundehütte und von dort aus über den Zaun und dirigierte Askaron sanft wieder durch das Loch im Zaun in seinen Paddock zurück. Dieses Loch muss Askaron entweder in der Nacht zuvor entdeckt oder selbst den Zaun aus den Angeln gehoben haben.
Dieser Vorfall brachte uns auf die Idee, eine neue Auktion auf Facebook ins Leben zu rufen, um mit dem gesammelten Geld neue Zäune ziehen zu können, damit die Hunde im Tierheim und fremde Menschen draußen bleiben würden.
Die Auktion wurde von Scooby-Freiwilligen aus den USA geleitet und es konnte viel Geld gesammelt werden, mit dem wir neue Zäune ziehen können. Dass diese Zäune dringend nötig sind, hat heute ein weiterer Vorfall gezeigt. Die Bilder dokumentieren die Rettungsaktion einer armen Mastin-Hündin. Irgendwie muss sie einen Weg aus ihrem Paddock gefunden haben, um sich dann auf ihrem Rückweg im Zaun zu verfangen. Zum Glück hat sie sich dank der schnellen Rettung durch das Scooby-Team dabei nicht weiter verletzt.
Wir möchten uns im Namen unserer Hunde und des Scooby-Teams bei Euch bedanken. Danke, dass Ihr uns ermöglicht, die alten Zäune zu erneuern und dass wir dank Eurer Hilfe die Sicherheit unserer Hunde im Tierheim verbessern können!



1/01/2013

Frohes 2013...

...euch allen von den Scooby-Arbeitern, den zur Zeit vor Ort befindlichen Volunteers, und von Fermín!