6/10/2013

An die, die sich angesprochen fühlen könnten



Ich habe die letzten 30 Jahre meines Lebens der Rettung von Tieren gewidmet, vor allem der der Galgos, habe deren Misshandlung öffentlich angeprangert und Drohungen erhalten, mehr als ein Mal wurde mir gedroht, ich würde enden wie sie, und ich habe mich nie einschüchtern lassen. Und jetzt, nach all dem, müssen wir immer noch unsere Liebe zu den Tieren beweisen.
Als vor 25 Jahren Scooby in meinem Kopf Gestalt annahm, waren mir einige Dinge sehr wichtig, und eins davon war die Zufriedenheit der Tiere. Ich mag keine Zwinger, selbst wenn die aus Gold wären, sind es immer noch Gefängnisse und unsere Hunde müssen für Monate, manchmal für Jahre hier leben. Hunde sind soziale Tiere und sie müssen in Gruppen leben, was in manchen Fällen zu Beißereien führen kann. Diese Dinge passieren in allen Tierheimen, die ich kenne. Die Hunde sind nicht immer friedlich, das ist der Preis, den wir zahlen müssen, ein hoher Preis, den wir immer zu vermeiden bemüht sind. Sowas passiert sicher auch bei euch zuhause, mit Hunden, die schon jahrelang zusammenleben. Plötzlich stört etwas die etablierte Struktur und sie streiten sich einfach. Wenn einer von euch mehrere Hunde hat und sagt, das sei noch nie passiert, glaube ich das einfach nicht, es ist selbst mit meinen Hunden zuhause passiert und es ist einleuchtend, dass es in einem Tierheim häufiger vorkommt, welche Präventiv-Methoden wir auch immer anwenden mögen, es  wird diese Fälle immer geben. Zu behaupten, ihr könntet Beißereien in einem Tierheim mit über 500 Hunden in mehr 60 Paddocks vermeiden, ist schlicht verrückt und noch verrückter ist es, uns zu unterstellen, wir lassen diese Dinge aus Nachlässigkeit geschehen. Das dulde ich von niemanden. Konstruktive Lösungsvorschläge, so es denn welche gibt,  wären sehr viel angebrachter, als unqualifizierte  Kommentare.
Auch wenn ich schon seit 25 mit Galgos arbeite, kann ich wahrscheinlich immer noch dazulernen.
Wenn ihr nicht wollt, dass die Hunde Dosenfutter und Brot bekommen, gebt uns die Mittel für anderes Futter, wenn ihr nicht wollt, das viele Hunde in einem Paddock leben, kümmert euch um Zuhause für diese, das ist nämlich euer Job.  Es ist so einfach zu reden, aber so viel schwieriger zu handeln.
Bezahlt für einen Präsidenten mit revolutionären Ideen, der in der Lage ist, alle Probleme zu beseitigen, wenn ihr in der Lage seid, es gut zu machen, aber hört auf zu reden, denn das Verbreiten von Anschuldigungen hilft niemandem, am allerwenigsten den Tieren.

Das war der Teil für die, die sich angesprochen fühlen, jetzt einige generelle Infos.

Im Laufe der Jahre haben wir alles ausprobiert und dabei viele Erfahrungen über die Rudelhaltung gesammelt.

Wir haben die Underdogs in andere Paddocks gebracht und stellten fest, diese Hunde bleiben Underdogs, wo auch immer wir sie hinbringen. Wir haben Gruppen nur mit Underdogs gebildet und stellten fest, auch in diesen Rudeln gibt es weniger schwache Hunde, die nach kurzer Zeit selbstbewusster werden und anfangen, die anderen zu dominieren. In der letzten Zeit haben wir verstärkt die dominanten Hunde aus den Rudeln geholt und stellten fest, nach kurzer Zeit rücken andere auf und nehmen deren Position ein. Und dies ist schlicht der Tatsache geschuldet, dass ein Rudel Hunde, trotz Domestikation, ein hierarchisches System mit ungleich starken Mitgliedern ist und bleibt. Hinzu kommt noch, dass in einem Tierheim, ohne Alpha-Mensch und sehr wenig physischen und mentalen Herausforderungen für die Hunde, das Konfliktpotential wesentlich höher ist.

Eine weitere Tatsache ist, dass Galgos  so gut wie kein subkutanes Fettgewebe und sehr kurzes Fell haben, was ihnen ihr traumhaftes Aussehen von Top-Athleten verleiht, aber im Falle von Kämpfen die denkbar schlechteste Kombination ist. Wo andere Hunde lediglich ein bisschen Fell verlieren oder oberflächliche Wunden aufweisen, kann ein Galgo in derselben Situation ernsthafte Verletzungen davontragen.

Da wir weder in der Lage sind das genetisch festgelegte Rudel-Verhalten von Hunden im Allgemeinen, noch  die Körperzusammensetzung der Galgos im Besonderen, zu ändern, müssen wir akzeptieren, dass wir mit Zwischenfällen leben müssen, ganz egal, was wir auch tun.
Wir wissen auch, dass die Banalität des Schicksals einfacher zu ertragen ist, wenn man jemanden die Schuld geben kann, aber bitte...bleibt fair.


5/31/2013

PRESSEMITTEILUNG 28. Mai 2013




Der amerikanische Rocksänger Paul Shortino, begleitet von Javier Vargas der Vargas Blues Band, besuchte letzte Woche die Einrichtungen von Scooby in Medina del Campo. Raquel Alonso, ein Gemeinderatsmitglied der Stadt, hieß die Musiker willkommen und sprach bei dieser Gelegenheit die Einladung aus, nochmal wiederzukommen und die Stadt bei einer anderen Gelegenheit zu besuchen. Der Besuch dauerte etwa zwei Stunden und war voller intensiver Emotionen. Zum einen entdeckte Shortino die Realität verlassener Tiere in Spanien, etwas, das ihn hart getroffen hat, da es in seinem Land, so wie er sagt, kaum ausgesetzte Tiere gibt, und auf der anderen Seite war er sehr dankbar gegenüber dem Präsidenten und den Mitarbeiter von Scooby, für all die harte Arbeit, die sie dort schon getan haben. Der amerikanische Künstler versprach, Scooby bei der Suche nach neuen Partnern und Adoptivfamilien für die fast 500 Hunde, die sich momentan auf dem Gelände von Scooby befinden, zu unterstützen und kündigte auch einen Gegenbesuch in der nahen Zukunft an.
Paul Shortino hat sein Interesse an dem Wohlergehen der Tiere bei zahlreichen Gelegenheiten ausgedrückt und  in der Tat haben er und seine Frau Carmen sich verpflichtet zu helfen, vor allem bei der harten Arbeit der Sensibilisierung der Öffentlichkeit für die Geschichte der Galgos. Vor einiger Zeit hat dieses Paar einen Podenco durch GRIN adoptiert, aber sie möchten  sich auch mehr an der PR-Arbeit beteiligen.








Alpha

5/28/2013

Danke für eure tolle Arbeit...



...liebe Menschen bei Scooby!


Letzten Samstag wurden 2 Galgos, die im März bei Scooby mehr oder weniger als Skelette angekommen waren, an ihre neuen Familien übergeben. Und ich muss sagen, ich war ganz schön stolz auf Scooby und die Menschen, die dort arbeiten. Und sie arbeiten sehr hart. Körperlich, aber auch mental müssen sie viel verarbeiten, tagein tagaus. Aber trotzdem, und man denken könnte, was ist ein Hund unter 500, denken sie niemals so, für sie ist immer noch jeder Hund kostbar und ist es wert für ihn zu kämpfen und sich extra um ihn zu bemühen.

Und hier seht ihr 2 Beispiele ihrer hingebungsvollen Arbeit.


Merle war genauso ein erbärmlicher Anblick wie Zaza, und beide würde man heute nicht mehr wiedererkennen, wenn man nicht wüsste, es ist derselbe Hund.

Zitat von Zazas neuem Frauchen, einer treuen Scooby-Freundin seit vielen Jahren:


Sie ist unglaublich speziell, nie hätte ich zu denken gewagt, dass dieses erbärmliche Stückchen Hund in dem blauen Korb ein so wundervoller und fantastischer Hund sein würde. Bitte gebt den Leuten bei Scooby eine dicke  Umarmung, weil sie es verdienen und ich werde Scooby auch weiterhin unterstützen, weil sie eine wundervolle Arbeit für die Tiere leisten.


Und jetzt genießt die Fotos, die sie nach ihrer Ankunft bei Scooby, bei der Transport-Ankunft und schließlich in ihren neuen Familien zeigen.



Christiane























5/23/2013

PRESSEMITTEILUNG 20.Mai 2013


Vergangenen Sonntag empfing der Präsident der Vereinigung für Tier- und Umweltschutz Scooby, Fermín Pérez Martín, den Präsidenten der nationalen Galgogesellschaft, Luis Ángel Vegas Herrera, und den Sekretär, Juan Carlos Remos Martín, in den Installationen von Scooby Medina. Ziel dieses informalen Treffens war es, eine Annäherung in Bezug auf den Blickwinkel auf Galgos zu erreichen. Ein gutes Verständnis und die Suche nach dem Wohl des Tieres werden zu weiteren Treffen führen, die das Ziel verfolgen, eine Verbesserung der Lebensqualität der Galgos in Castilla und León sowie in Spanien zu erreichen.
Von unserem Tierschutzverein aus wollen wir uns bei der Galgogesellschaft für ihren guten Willen bedanken, den sie bei dem Streben nach der Sicherung der Rechte der Galgos und bei dem Kompromiss einer Zusammenarbeit zum Erreichen gemeinsamer Ziele gezeigt hat.


 

5/19/2013

Und noch mehr Hühner ...



Wie Ihr wisst, wollen wir unsere Scooby-Farm gern der Öffentlichkeit zugänglich machen, um Kindern zeigen zu können, woher unser Essen kommt (z.B. die Eier). Dazu kam die Bitte, einige arme Hennen aus einer Legebatterie aufzunehmen, und so wuchs unser fliegender Zirkus in letzter Zeit stetig an. Die Legehennen taten mir leid - sie sollten geschlachtet werden, ohne jemals Erde unter ihren Füßen gespürt oder einen Hahn um sich gehabt zu haben. Das wollte ich nicht zulassen, und jetzt sind sie bei uns. Ich weiß nicht, ob es am Frühlingsbeginn liegt, dass der Hahn mir ununterbrochen lautstark für seine neuen Freundinnen dankt. Küsse, Umarmungen, Bisse und ein leidenschaftliches Kikeriki, Fermín