7/25/2014

Lillibeth, die typische Geschichte eines ausgesetzten Hundes – 1. Teil



Lillibeth wurde vor einigen Tagen gefunden, verloren irgendwo auf den Straßen von Salamanca. Sie war offensichtlich entweder eine lange Zeit auf sich gestellt – oder sie hatte einen sehr schlechten Halter. Sie ist in einer schrecklichen Verfassung. Sie ist abgemagert und ihr Fell ist so dreckig und zerzaust, dass es begonnen hat, sich in sich selbst zu verfangen und von der Haut abzulösen, nackte Stellen, Wunden und Geschwüre hinterlassend. Sie kann deshalb nur schlecht laufen, das Fell wächst kaum mehr an ihren Beinen und bereitet ihr Schmerzen, der Schwanz ist fast nackt, das Fell ist vom Körper abgerissen, schmutzig und verknotet, es ist unbeschreiblich.
Wir mussten sie aufgrund ihrer Schmerzen ganz vorsichtig behandeln. Als erstes haben wir ihren kleinen Schwanz befreit. Es dauerte Stunden, bis wir den niedlichen kleinen rosa Schwanz freigelegt hatten. Ein kurzes Bad und ein ordentliches Abendessen, dann ab ins Körbchen mit der kleinen Lillibeth!
Eins kann man jetzt schon sagen: Sie ist eine ganz liebe Maus, wir haben Stunden mit ihr gearbeitet und sie hat nicht ein einziges Mal protestiert!
Morgen geht es weiter. Wir halten Euch auf dem Laufenden.
Wenn einer von Euch interessiert ist, Lillibeth zu adoptieren oder ihr zu helfen, wieder auf die Beine zu kommen, bitte meldet Euch unter simonetta@scoobymedia.com


















7/21/2014

Tag des Haustiers 2014 (sorry für die Verspätung)




Nur ein kleines Update, um euch zu sagen, dass auch dieses Jahr der “Tag des Haustiers” in Valladolid wieder ein richtiger Erfolg war. Alicia Tardón hat alles mit einer Gruppe Freiwilliger organisiert. Ich werde deren Namen hier nicht nennen, denn, sollte ich einen vergessen, habe ich ein Problem, aber ich möchte mich an dieser Stelle offiziell bei allen bedanken. Habt ihr toll gemacht! Es war eine große Freude, diesen Tag mit euch zu genießen. Wir hatten diesmal verschiedene kleine Wettbewerbe für die Tiere im Programm, wie z.B. die Besten sechs Beine oder der hübscheste Pudel. Wir hatten auch unseren Scooby-Stand vor Ort, an dem man viele schöne Sachen kaufen konnte. Wie immer fand eine große Parade mit Hunden, die adoptiert werden können, statt. Einige davon konnte man auch am Stand bewundern und streicheln, darunter auch Welpen und sogar Katzenbabys. Es gab noch eine Tombola, alles ein großer Erfolg!
Dann also bis nächstes Jahr.
Küsschen, Schlabber und Umarmungen von all unseren haarigen und gefiederten Tieren
Fermín










7/13/2014

Unsere Galgos in Paddock 2

https://www.youtube.com/watch?v=3JvenKcLTTg&feature=youtu.be

Dinge, die mich glücklich machen - Teil 2

Ich bin überglücklich, denn das Schuljahr endet und die Ferien fangen endlich an. Dieses Jahr war echt anstrengend. Ihr denkt bestimmt, was erzählt der Mann uns da, was interessieren uns seine Ferien, aber ich wollte es euch einfach wissen lassen. Ich freue mich immer über ein Wiedersehen mit unseren adoptierten Tieren, wenn ihr Fotos schickt. Ich freue mich, dass Chocolate ein Zuhause gefunden hat und bin auch froh, dass der Fuß von Christiane besser wird. Es gibt so viele kleine Dinge, die uns alle glücklich machen, und das sollte man miteinander teilen. Es macht mich glücklich, dass jeden Tag aufs Neue die Sonne aufgeht. Froh gemacht hat mich auch das Abendessen letzten Samstag bei mir zuhause, als Freunde bei mir zu Gast waren. Übrigens war ich am Ende nicht mehr ganz nüchtern, was aber nicht schlimm war, weil ich ja daheim war und nicht fahren musste. Es erfüllt mich jedesmal mit Freude, wenn wir einen neuen Transport voll haben, denn es bedeutet, dass die Hunde in ihr neues Zuhause reisen dürfen.
Küsschen, Abschlecker und Umarmungen von uns allen
Fermín

7/09/2014

Dinge, die mich auf die Palme bringen 7



Was ich heute sage, ist mal wieder alles andere als politisch korrekt, aber ich bin’s leid, das Höflichkeitsgetue, also hier Klartext: Wir Tierschützer sind ein armseliges, gemeines und niederträchtiges Volk.
Warum? Wir gönnen einander nicht den Dreck unter dem Fingernagel. Wenn es bei einer Organisation gut läuft, sind wir so neidisch, dass wir gleich davon ausgehen, es muss irgendeine Mauschelei des Managers gegeben haben. Das äußerst sich dann so: Letztes Wochenende hatten wir Tag des Haustieres in Valladolid. Es waren viele Organisationen aus Valladolid mit ihren Ständen präsent. Ich bin durch alle Stände durchgelaufen und wir waren nicht in der Lage, ein einziges normales Gespräch zu führen. Es ist absolut lächerlich! Und genau das ist auch der Grund, warum Tierschutz an  keinem Ort der Welt Bedeutung erlangt.
Genauso lächerlich: In einer Provinz mit einer Einwohnerzahl von nur einer halben Million Menschen drängeln sich 15 (!) Tierschutzorganisationen. Und jede einzelne von uns tut so, als wäre sie die einzig Wahre und alle anderen existierten nicht. Richtig böse wird es dann in so einem Fall wie Bullas: Da teilen und liken einige dieser Orgas auf ihren Facebookseiten fröhlich gegenseitig ihre News zum Thema – anstatt die tatsächlich zuständige Tierschutzorganisation mit Links und Likes zu unterstützen.
Genauso armselig: Eine andere Orga aus Valladolid  hat eine Adoption in Deutschland vermasselt, weil sie schlicht zu stolz waren, uns um Hilfe zu bitten.
Oder eine Orga in Salamanca, die behauptet, keine Hunde retten zu können, weil sie nicht genug Geld hat. Deshalb zahlen sie uns vermutlich auch die rund 6000 Euro, die sie uns schulden, nicht zurück. Aber sie können erstaunlicherweise einem Hundemörder in Zamora eine Menge Geld bezahlen.
Oder zwei andere Orgas in Salamanca, die nun plötzlich dabei helfen, Hunde aus der Provinz Salamanca zu vermitteln. Vormals, als wir den Kontrakt hatten, wären sie im Traum nicht auf die Idee gekommen uns zu fragen, ob wir eventuell Hilfe benötigen.
Oder die Orga in Zamora, die unseren Tierarzt ohne jeden Beweis wegen angeblich schlechter Arbeit meldeten und als Enrique sie zur Rede stellte war die Antwort: Sie sprechen nie vorher mit Leuten, die sie melden. Oder wenn diese Orga ganz allgemein alles versucht, uns in Zamora das Leben schwer zu machen. Wir wissen aus Quellen, die wir nicht veröffentlichen können, dass sie uns verschiedene Male verleumdet haben - offensichtlich ohne Erfolg.
Manchmal habe ich es satt und möchte diesen Leuten sagen: Wenn Ihr so perfekt seid bei Eurer Arbeit, warum versuchen sie dann nicht, für ihre Provinzen die Kontrakte zu bekommen? Vermutlich weil es viel einfacher ist, keine Verpflichtungen zu übernehmen und stattessen andere zu kritisieren.
Es kotzt mich wirklich an. Lebt und lasst die anderen ebenso in Frieden leben.
Küsse, Schlabber und Umarmungen von uns allen
Fermin

7/03/2014

Bullas 3




Einige Leute haben mich kürzlich gefragt, wie sie uns helfen können mit all den Tieren aus Bullas, also habe ich  heute einmal unsere Ausgaben aufgestellt
Bisherige Ausgaben:
  • Pferdetransporter (hier haben wir die Rechnung noch nicht)
  • Zwei Transporter für das Einsammeln der Hunde – es waren unsere Transporter und auch unsere Mitarbeiter, diese Kosten sind also in unsere allgemeinen Ausgaben integriert
  • Einen Transporter und einen Scooby-Mitarbeiter, der dort blieb und die verbliebenen Tiere versorgte – allein Arbeitslohn, Übernachtung und Verpflegung des Mitarbeiters ca. 900 – 1000 Euro
  • Futter, veterinärmedizinische Versorgung für die sich inzwischen hier befindenden Tiere sind in unsere allgemeinen Ausgaben integriert, also keine extra Rechnungen
  • Rechtsanwaltskosten – eines Tages sollten wir ihr etwas bezahlen, bisher hat sie nichts bekommen, aber alle müssen essen, Menschen eingeschlossen

Getätigte Ausgaben, die durch verschiedene Spenden bezahlt wurden
  • Erste veterinärmedizinische Versorgung
  • Chips und Identifikationen für Ziegen, Schafe und Pferde
  • Futter für die noch dort verbliebenen Tiere
Nun versuchen wir zu erreichen, dass uns der Eigentümer die Tiere herausgibt, aber inzwischen müssen wir sie weiter füttern und medizinisch versorgen.

Ausgaben, die auf uns zukommen:
  • Wir brauchen bis zur Vermittlung einen Platz für die Schafe und Ziegen – und jemanden, der sie füttert. Wenn es finanziell möglich ist, können wir vielleicht ein vorübergehendes Scooby-Tierheim in Murcia eröffnen.
  • Futter für die Schafe und Ziegen
  • Futter und veterinärmedizinische Versorgung für die Tiere hier.
    Für das Futter können wir Rechnungen präsentieren, aber die Arbeiter, die sie versorgen, sind unsere eigenen

So sehen unsere Ausgaben aus und jeder der uns kennt weiß, das hier nicht ein einziger Euro verschwendet wird. Wir versuchen alles so günstig wie möglich zu bekommen, unser Dani ist ein echter Geizhals, er feilscht um jeden Cent für uns und wir sind ihm dafür sehr dankbar, denn so bekommen wir so viel wie möglich für unser Geld.
Küsse, Schlabber und Umarmungen von uns allen
Fermin