4/14/2013

Eine neue Krankenstation für unsere Tiere.



Das wird unser Flaggschiff-Projekt für dieses Jahr, denn nach der letzten Hunden, die wir aufgenommen haben, oft in einem sehr bedauerlichen Zustand, konnte  in vielen Fällen nur ein Krankenhausaufenthalt helfen, damit sie an Gewicht zunehmen und sich von den vielen Krankheiten erholen, mit denen sie ankamen. Bisher haben wir getan, was wir konnten, aber nun ist es Zeit, dass wir dieses Projekt starten. Es wird teuer werden (etwa 35.000 €), aber notwendig, und wir benötigen auch Futter und viele andere Dinge, so dass dies ein mittelfristiges Projekt sein wird, so lange, bis wir alle anderen Bedürfnisse abgedeckt haben. Wenn Ihr Euch für dieses neue Projekt engagieren wollt, könnt Ihr eine Spende an Scooby von Eurem Bankkonto oder mit PayPal mit dem Vermerk "für die Krankenstation" machen.  Vielen Dank und wir halten Euch auf dem Laufenden, wie der Stand der Dinge ist.
Viele Grüße, Beißerchen und schnurren von Fermin und ganze Bande von Scooby

4/12/2013

Bemerkungen über den Windhund


Etwas ist mir aufgefallen, seit wir andalusische Galgos retten: Die Hunde haben offensichtlich zunehmend mehr Greyhound-Blut  in sich - Greyhounds, die fälschlicherweise englische Greyhounds genannt werden, obwohl sie in Wirklichkeit aus Irland stammen. Diese Hunde werden zwar in Sevilla aufgegriffen, und dennoch bin ich überzeugt, dass es sich bei einigen von ihnen um reinrassige irische Greyhounds handelt.
Wir wunderten uns über dieses Phänomen und befragten Galgueros aus Andalusien und Kastilien. Diese sagten, dass der Greyhound schneller sei, während der spanische Windhund ausdauernder auf der Langstrecke sei. Der kastilische Hase sei groß und stark, weshalb die Verfolgung durch die Meute länger dauere; für diese Jagd sei der reinrassige, ausdauernde spanische Windhund am besten geeignet. Im Süden dagegen sei der Hase weniger kräftig, weshalb der schnelle Greyhound für die Jagd ausreiche, und deshalb sei ein bisschen irisches Blut willkommen. Die Hunde, die wir bis jetzt eingesammelt haben, sind größtenteils irischer Abstammung  und haben wenig oder gar kein spanisches Blut.

Ich bin sicher, dass dies auch mit den Hunderennen zusammenhängt. Diese Rennen sind sehr kurz und die Strecke geht ohne Kurven geradeaus, eine Konstellation, die ideal für Sprint-Spezialisten ist. Ich weiß nicht, ob ihr schon davon gehört haben, aber ich denke, dass diese Hunderennen hier immer populärer werden, weshalb die Renn-Hunde dafür aus Irland importiert werden. Aus diesem Grunde glaube ich, dass viele Hunde, die wir in letzter Zeit aufgenommen haben, reinrassige Greyhounds sind. Eine weitere Kuriosität aus der Welt der Galgueros.
Mit herzlichen Grüßen
Fermin

4/09/2013

Hundewetter in Spanien




 Dienstag, 26. März 2013
Der Himmel über Scooby hat sich geöffnet und es ist nass, nass, nass. Die Hunde sind drinnen und wir sind alle recht frustriert, denn eigentlich wollen wir die Ärmel hochkrempeln und uns an die Arbeit machen. Aber da gibt es nicht viel, was wir bei diesem Dauerregen draußen machen können. Allerdings – wer glaubt, bei so einem Wetter wären freiwillige Helfer überflüssig, irrt. Es gibt reichlich andere, ebenso wichtige Dinge zu tun.


Wir haben das Futter vorbereitet. Jeder, der einmal bei Scooby geholfen hat, weiß, dass dies ein langwieriger Prozess sein kann. Das gespendete Futter kommt häufig in sehr kleinen Päckchen, die alle einzeln geöffnet werden müssen. Bei 500 hungrigen Mäulern kann man sich vorstellen, wie viele Päckchen wir für eine Fütterung öffnen müssen! Beim Aufreißen jedes Päckchens denkst Du an die Hunde und diese scheinbar undankbare Aufgabe wird eine Arbeit der Liebe – ok, ich übertreibe vielleicht. Aber es ist wirklich ein wichtiger Job!


Wir haben uns um die Hunde gekümmert, die sich bei uns von Krankheiten oder Operationen in der Klinik erholen. Neben Füttern und Reinigen ihrer Kisten sind es vor allem Aufmerksamkeit und Streicheleinheiten, die sie brauchen, um wieder auf die Beine zu kommen.
Wir haben die Innenzwinger gereinigt. Dabei haben wir uns bemüht, so wenig wie möglich die Hunde zu stören, die darin Schutz vor dem Regen suchten. So etwas dauert mitunter, denn man wird abgelenkt von nassen Hunden, die so aussehen, als könnten sie dringend einen Knuddler gebrauchen! Es macht viel aus, dass sie gerade bei diesem Wetter weiche Betten haben, besonders die vor kurzem erst geretteten Galgos, die etwas Untergewicht haben. Also haben wir ihnen Decken hingelegt, damit sie weich und bequem ruhen können.
Und wir sitzen an unseren Laptops und iPads, trinken Tee und verfassen die Beschreibungen der Hunde für die Websites und Meldungen für den Newsletter. Ein weiterer wichtiger Job, denn auf diese Weise finden wir freiwillige Helfer, erhalten Spenden und finden ein Zuhause für die Tiere.
Unsere Stimmung wurde übrigens gleich viel besser, als Pablo mit einem Mönch in unser Büro kam, der Pedro adoptieren wollte, einen hübschen kleinen braunen Hund. Sie sahen sich und hatten sich gefunden. „Meinst Du, er könnte Freddy segnen?“ fragte ich Sabine im Spaß. Freddy ist ein liebenswerter Welpe, der verlassen in Salamanca gefunden wurde und den ich betreute, seit ich am Freitag angekommen war. Sie sprang auf um zu fragen und Mönch stimmte zu. Wir waren alle sehr bewegt, als wir zuschauten, wie er Freddy segnete.



Mit einem Lächeln auf den Lippen gingen wir zurück zu unserem Büro, als wir eine junge Frau am Tor warten sahen; auch sie war interessiert, einen Hund von Scooby zu adoptieren. Nach ein paar Vorstellungen ging sie nach Hause mit einem wunderschönen schwarzen jungen Labrador namens Baloula.


Und nun kam noch eine Familie mit Pablo zusammen ins Büro, sie hatten sich schon eine Zeit lang durch unsere Datenbank gearbeitet - sollte dies etwa die 3. Adoption des Tages sein? Es sah auf jeden Fall gut aus. Und es stellte sich heraus, dass Dumbo der richtige für sie war. Und so kam es tatsächlich zu 3 Adoptionen an einem der bisher trostlosesten Tage des Jahres!
Es gibt keine zwei gleichen Tage bei Scooby und kein noch so heftiger Regen kann uns auf die Stimmung schlagen oder unsere Hoffnung für die Zukunft unserer Tiere schmälern!

4/07/2013

Worin besteht meine Arbeit?



Hallo an alle, mein Name ist Rebeca und ich bin der Neuzugang im Team von Scooby Medina. Unser Präsident und Chef Fermín hat mich gebeten, euch ein bisschen von meiner Arbeit im Tierheim zu erzählen und das ist, was ich in den folgenden Zeilen versuchen werde. Ich hoffe, euch nicht zu langweilen. Mir liegt es mehr, über die Arbeit anderer oder allgemeine Ereignisse zu sprechen, als über mich oder meine Arbeit zu informieren. Nachdem ich das erwähnt habe, fange ich mal an.
Seit Dezember bin ich bei Scooby. Mich überraschte die große Zahl von Helfern bei Scooby, aber auch die große Unwissenheit der Menschen in Medina und Umgebung in Bezug auf die Arbeit, die hier geleistet wird. Deshalb ist eine meiner Prioritäten, Werbung zu machen und über die Arbeit und Aktionen von Scooby aufzuklären. Desweiteren informiere ich die Medien über all unsere Aktivitäten, denn sie sind ein sehr wichtiges Werkzeug bei der Bekanntmachung des Tierheims.


Eine weitere Priorität meiner Arbeit ist die Verwaltung von Anzeigen wegen Vernachlässigung, Tierquälerei oder anderen Ativitäten, die zur Anzeige gebracht werden müssen. Wenn wir nach einem Monat nach Anzeigeerstattung keine Rückmeldung erhalten, wenden wir uns an die Behörden, erkundigen uns nach dem Stand der Ermittlungen und versuchen, den zuständigen Sachbearbeiter zu einer zügigen Bearbeitung zu bewegen.
Der Tierschutz organisiert zudem viele Aktionen zur Sensibilisierung und Erziehung der Menschen. Deshalb führen wir Maßnahmen mit Familien und Schulen in unserem Adoptionszentrum durch, während derer wir unseren Besuchern erklären, was wir machen und dass wir die Tiere ab und an in sehr schlimmem Zustand finden. Aber durch die Hilfe der Freiwilligen, der Mitarbeiter und der Adoptanten erholen sich die Tiere und können ein Leben führen, dass sie unter anderen Umständen nie kennen gelernt hätten. Dies ist einer der schönsten Aspekte unserer Arbeit.  Wenn alles gut läuft, dann öffnet Scooby ab April seine Tore auch für Aktivitäten für die Kleinsten der Familie. Diese Aktionen organisiere ich mit Hilfe meiner Kollegen und der freiwilligen Helfer.


In einigen Wochen wird es auf der Internetseite von Scooby auch einen Online Shop mit neuen Produkten und sehr dynamischer Bildgestaltung geben, um die Besucher anzuregen, das Tierheim mit ihren Käufen zu unterstützen. Ihr wisst bereits, dass das Geld immer knapp  und jede Hilfe somit mehr als willkommen ist. Abkommen mit Institutionen und Einrichtungen, die sich positiv auf die Entwicklung des Tierheims und seiner Tiere auswirken können, sind weitere Arbeiten, die wir in den letzten Wochen in Angriff genommen haben. Bis jetzt gibt es bereits Kontakte zur Jugendabteilung, zum Tourismusbüro des Rathauses von Medina del Campo, auch zur Verwaltung von Castilla und Leon und zur Nationalen Galgogesellschaft.
Zusammengefasst sind das einige Aspekte meiner Arbeit, sicher habe ich etwas vergessen, ich hoffe, dass ihr mir das nachseht. Falls euch weitere Dinge einfallen, die ich zum Vorteil Scoobys machen könnte, zögert bitte nicht, euch mit mir in Kontakt zu setzen. Einen Gruß und einen Dank an alle, vor allem an meine Kollegen, die bewirken, dass meine Arbeit leichter erscheint.

BALÚ




Hallo, ich bin Balú. Ich kann euch erzählen, dass mein recht kurzes Leben einiges an Spannung zu bieten hat. Als ich geboren wurde, war ich sehr glücklich. Ich hatte Geschwister und eine große Mutter, die mich den ganzen Tag verwöhnte und mir Zuneigung schenkte. Den lieben langen Tag verbrachte ich damit, mit meinen Geschwistern zu spielen und wenn ich mal müde war, dann fütterte meine Mutter mich, damit ich wieder zu Kräften kam und danach ging es dann zurück zum Spiel. Eines Tages trug mich jemand, der nicht meine Hundemutter war, auf seinen Armen fort. Obwohl ich weinte und mit meinen Pfoten trat, war ich einfach zu klein, um mich gegen diese starken Arme zu wehren. Ich erinnere mich, dass ich in einem kalten und großen Raum eingesperrt wurde. Vollkommen alleine fragte ich mich, wo meine Mutter und meine Geschwister waren. Ich war alleine. Das einzige, was ich machen konnte, war, mich in einer Ecke zu verstecken und zu winseln. Ich hatte Hunger und mir war kalt. Ich weiß nicht, wie lange ich an diesem Ort war, aber mir erschien es eine Ewigkeit. Plötzlich wurde die Tür geöffnet und ich konnte heraus. Niemand schenkte mir Zuwendung oder Streicheleinheiten, also streunte ich umher, schnupperte hier und dort auf der Suche nach etwas Essbarem. Ich wusste nicht, was ich essen konnte, denn nichts roch so wie die Milch meiner Mutter. Ich lief, bis ich nicht mehr konnte. Am schlimmsten war es, als es Nacht wurde. Als ich vor Hunger nicht einmal mehr laufen konnte, erschienen ein paar Personen, die mich einfangen wollten. Aber wozu? Ich lief so schnell ich noch konnte, denn ich hatte Angst. Aber die Personen gaben nicht auf. Sie brachten mir Dinge, die toll rochen und schließlich gab mein Bauch nach. Alles war unglaublich lecker und ich aß, bis ich nicht mehr konnte und nichts passierte. Gut, sie nahmen mich auf den Arm, umarmten mich…das war einfach toll! Sie brachten mich an einen trockenen und sauberen Ort. Da begriff ich, dass nicht alle menschlichen Arme gleich sind.


Ich lebe jetzt auf einer Pflegestelle mit drei weiteren Hunden und wir haben viel Spaß zusammen. Ich bin an einem Auge tierärztlich behandelt worden. Es war ein Geburtsfehler, der bereits behandelt worden ist, und mir ein einmaliges Aussehen verleiht. Nun bin ich auf der Suche nach einem richtigen Zuhause. Meine Pflegemutter sagt, dass sie mich sehr lieb hat, weil ich sehr ruhig und stubenrein bin. Aber sie muss anderen Hunden helfen, die sie brauchen.



Denk nicht daran, dass ich ein großer Mastin bin. Mein Edelmut wird genauso groß wie meine Körperausmaße sein.                                  
                                                                                                           
Ein Kuss,  Balú