12/31/2012

Jahresendgrüße von Fermín

Ich weiß, ich weiß, Christiane gerät sicher in Panik, denn sie hatte mir schon frühzeitig Bescheid gesagt, dass ich das Jahresendupdate machen soll. Und ich hatte ihr gesagt, dass alles viel leichter ist, wenn ich Ferien habe. Und jetzt habe ich Ferien, aber nun kann ich Trottel die emails nicht mehr öffnen. Es macht mir schon jetzt Angst, wie wird es erst sein, wenn ich wieder arbeiten muss? In jedem Fall weiß ich, dass ich euch letztes Jahr gedankt habe, und ich will mich nicht wiederholen.Nicht, weil ihr es nicht verdient hättet, ihr verdient es und noch viel mehr, sondern weil ich mich einfach nicht wiederholen möchte.
Ihr wisst, dass ihr in meinem Herzen seid und was wäre Scooby ohne euch? Deswegen: Fühlt euch einfach geküsst und umarmt. Ich werde jetzt ganz sentimental und melancholisch, obwohl das ja am Ende des Jahres normal ist.
Um jetzt auf den Teppich zurückzukommen, werde ich euch berichten, womit wir dieses Jahr bei Scooby angefangen haben und was wir im nächsten Jahr weiterführen werden dank eurer Hilfe. Was das Tierheim betrifft, so haben wir dieses Jahr erstaunliche Verbesserungen erreicht, sowohl was die Hunde angeht, wie auch die übrigen Tiere. Wir haben noch einige Monate vor uns, um Dinge zu perfektionieren, um Scooby zu öffnen für die Öffentlichkeit und für Schulbesuche, um unser Tierheim noch besser zu bewerben als das, was es ist, ein sicherer Hafen für alle Tiere, die wir hier haben. Und ich glaube nicht, dass es davon viele gibt. Es ist bestimmt nicht das Luxuriöseste, aber ich kann euch versichern, dass die Tiere hier glücklich sind. Wir wollen Schulkinder erreichen und ihnen  klarmachen, dass der Tierschutz etwas sehr Wichtiges ist, zu allen Zeiten.
Wir haben mit der Heizung angefangen und sind jetzt dabei, die Umzäunung neu zu machen, die die Hunde teilweise zerstört haben. Wir haben gerade Paddock 7-3 renoviert und werden demnächst mit Auslauf 3 A, B, C und D anfangen, wo wir kleine Gänge einbauen, damit - wenn Hunde umziehen müssen - die anderen nicht gestört werden.
Dieses Jahr ist Rebeca neu ins Team aufgenommen worden. Sie ist  für die Außenwirkung von Scooby und  die Werbung zuständig. Sie sorgt dafür, dass wir in den Medien vertreten sind und unsere Tiere beworben werden, damit sie so schnell wie möglich ein Zuhause finden. Ich bin sicher, dass ihr viel von ihr und über sie hören werdet im nächsten Jahr. Sie ist auch dafür verantwortlich, Berichte über Tierquälerei und Tiermißbrauch zu sichten, zu veröffentlichen und ihnen weiter nachzugehen, damit diese nicht folgenlos versanden.
Und zuguterletzt möchte ich euch von einem Projekt erzählen, dass für mich das Ehrgeizigste darstellt: Wir haben Briefe an die Jagd-Verbände und Galgo-Verbände geschickt, mit dem Ziel, dass am Ende der Jagdsaison die Besitzer ihre Galgos und Jagdhunde “sammeln” und bei uns abgeben zusammen mit etwas Geld für die Formalitäten beim Wechsel des Besitzers usw. usw. . Damit sie später nicht sagen können, wir würden nicht mit ihnen zusammen arbeiten wollen.
Insgesamt war dieses Jahr wie all die anderen voll von Aktivitäten, über die ich im Detail später berichten möchte. Und wie ich euch gesagt habe, ist das alles möglich geworden durch euch, dank euch als Adoptanten, als Partner, als freiwillige Helfer, als Angestellte, als Spenden-Sammler und - Geber, als Mitglieder von Organisationen, die unsere Tiere mit einbeziehen und zu vermitteln versuchen. Danke! Und nun auf ins neue Jahr 2013, das viele Probleme mit sich bringen wird aber auch viel neue Energie, um sie zu bewältigen. Ein dicker Kuß und feste Umarmung für euch alle
Fermin



12/27/2012

Eine neue Chance für die Galgos von Sevilla



Letzten Freitag sind wieder 27 Galgos bei Scooby angekommen.
Nervös, aber mit großer Fürsorge von den Scooby-Arbeitern und Volunteers empfangen, haben sie sich in den letzten Tagen mit ihrer neuen Umgebung, wo sie bleiben werden, bis sie von euch adoptiert werden, vertraut gemacht.
Diese Galgos kamen aus Sevilla, wo sie von der Benjamin Mehnert Foundation, unserem Partner im Kampf um bessere Bedingungen für die Tiere, aufgenommen wurden.  Während der vergangenen 10 Tage sind rund 30 Galgos von dort gekommen, und haben bei Scooby eine Bleibe gefunden und sich mit ihren neuen Paddockgefährten bekannt gemacht.






12/23/2012

Ein Muffin für Herz und Seele


Muffin war ein Streuner und ihre ersten Tage bei Scooby gestalteten sich recht schwierig. Und jetzt...nun, jetzt ist sie, würde ich sagen, der glücklichste Hund im Altenpaddock. Es gibt immer Wasser und leckeres Essen, ein Haus mit weichen Betten, wo sie schlafen kann, wenn es draußen kalt und regnerisch ist. Und vor allem hat sie Freunde (menschliche und hundische). Wo sie jetzt glücklich und entspannt ist, zeigt sie eine verspielte Art. Muffin ist freundlich und genügsam, lieb und höflich. 

Aber es gibt ein Wort, das in jeder Beschreibung von ihr auftauchen wird: gut, sie ist ein wirklich guter Hund. Nie ist sie traurig oder ärgerlich, nie knurrt sie oder kämpft sie…Wenn jemand am Zaun entlang geht, rennt sie hin, aber nicht zum Attackieren, sondern zum Begrüßen. Sie liebt die Gesellschaft von Menschen, gibt einem sanfte Berührungen, die alle deine Schmerzen und Probleme in den Hintergrund stellen. Die Gesellschaft von anderen Hunden schätzt sie auch, besonders jener, die ruhig und friedfertig sind, wie sie. Ihre beste Freundin ist Galga Salina, die nach Italien gehen wird. Wir wünschen uns für Muffin auch ebendieses Glück und wir würden uns sehr freuen, wenn wir sie bald auf jemandes Schoß schlafen sehen.


12/22/2012

Hakuna Matata, ein Löwe bei Sooby



Gestern sind Pablo und Claire nach Salamanca gefahren, um einen Streuner aufzulesen. Zwei Jungs hatten den Hund wochenlang gefüttert, bevor sie ihn schließlich einfangen und in einen Schafstall sperren konnten, wo wir sie dann abholen konnten. Der Hund ist ein lieber,ruhiger Mastin, der aussieht wie ein Löwe, da sein Vorbesitzer die Ohren abgeschnitten hat. DIe Farmer schneiden ihren Mastins die Ohren ab, da die Mastins die Schafe vor den Wölfen beschützen müssen und die Wölfe dann nicht in die Ohren beißen können, da sie weniger Angriffsfläche bieten. Manche sagen, sie sehen so furchteinflößender aus, aber ich finde sie sehen einfach nur süßer aus. Und wenn sie liegt, sieht sie wirklich aus, wie ein Löwe in der Steppe.
Abgesehen von dem harten Leben, das Leona bis jetzt hatte, hat sie auch noch ein Hautproblem, das von unserem Tierarzt behandelt wird. Armes hübsches Mädchen.





12/21/2012

Die traurige Geschichte von Mora


Mora weiß, wie es ist, von Anfang ihres Lebens an verlassen worden zu sein, sie wurde aufgegeben, als sie gerade ein Welpe war, und deshalb endete sie in einem Hundezwinger im nördlichen Teil von Spanien. Genau wie alle anderen Hunde wollte sie da raus, aber niemand kam, um sie mitzunehmen. Der Tag, wo sie getötet hätte werden sollen, kam näher und sie wedelte mit ihrem kleinen Schwanz alle an, die kamen, in der Hoffnung, sie wären glücklich und sie würden sie bemerken, aber niemand tat es.

Nichts ahnend von ihrem traurigen Schicksal, war sie glücklich und unschuldig wie jeder andere Welpe jedes Mal, wenn jemand kam, um sie zu sehen, und sie fing an zu weinen, um Aufmerksamkeit zu erlangen. Eines Tages hatte sie Glück und eine Frau bemerkte sie, und sie begann zu weinen und sprang herum, wie um zu fragen, wann sie abgeholt wird, und die Frau tat es, hob sie in die warmen Arme und sagte ihr: "Ich werde Dich hier rausholen."
Alles war in Ordnung, schließlich hatte Mora nun ein Haus mit einem warmen Bett, Essen und vor allen Dingen Liebe von Ihrem Frauchen. Die beiden waren sehr glücklich zusammen und leisteten sich Gesellschaft, bis etwas Schreckliches passierte: bei Frauchen wurde eine schreckliche Krankheit diagnostiziert, sie musste dringend behandelt werden und Mora musste nun ganz alleine und traurig zu Hause bleiben. Bis es ihrem Frauchen wieder besser ging, traf sie die Entscheidung, Mora in einer Pension unterzubringen, aber sie mochte es nicht, weil es sie an den kalten Ort erinnerte, wo sie fast getötet wurde.

Nachdem die Krankheit von ihrem Frauchen fortgeschritten war und sich verschlechterte, musste sie eine schreckliche Entscheidung treffen, einen anderen Besitzer für Mora zu finden, so dass Mora nicht mehr leiden musste und in der Lage wäre, nun endlich ein gutes Zuhause zu finden. Sie kontaktierte Scooby und wir waren mehr als bereit, Mora zu helfen und eine neue geeignete Familie für sie zu finden.



Jetzt Mora ist bei Scooby und sie mag es nicht so sehr, da sie so viel Aufmerksamkeit von ihrem Frauchen bekommen hat und wir ihr diese leider nicht so geben können, wie sie es gewohnt ist, und es bricht uns das Herz, sie so traurig und ängstlich zu sehen und deshalb versuchen wir so viel Zeit wie möglich mit ihr zu verbringen, aber sie braucht wirklich dringend ein Zuhause, wo sie umsorgt, geliebt und gestreichelt wird. Möchte es ihr jemand geben?

PS Mora hat inzwischen schon ein neues Zuhause gefunden;-)



12/19/2012

Ein Sonntag wie jeder andere




Ich werde euch jetzt eine Geschichte erzählen, obwohl ich weiß, dass das, was ich euch berichten werde, nicht viel mit Scooby zu tun hat. Und doch möchte ich dies gern mit euch teilen, sollte euch das auch mal passieren. An einem Tag wie heute stehe ich auf, und während ich wach werde und mir einen Kaffee mit Sojamilch und meinen täglichen Grünen Tee mache, schaue ich aus dem Fenster und sehe viele kleine Vögel. Oder vielmehr höre ich sie. Sie kommen hierher, um zu fressen, besonders im Winter, wenn es draußen im Feld nicht viel zu finden gibt. Also bitte helft diesen kleinen Vögeln, denn durch die Umweltverschmutzung nimmt ihre Zahl immer mehr ab, und die Welt sähe traurig aus ohne sie.


Dann nehme ich ein paar Leckerchen und gehe damit in einige der “Paddocks”,  um ein paar unserer Hunde zu füttern, meistens die Ärmlichsten unter ihnen. Diesmal sind unsere “Oldies” dran, denn es sind ein paar Neue hinzugekommen, und ich will mal sehen, wie es ihnen geht. Sie zwicken mich ein wenig in die Finger, aber es ist schön zu sehen, wie sie alle für ein Leckerchen anstehen.
Dann komme ich nahe am Eingang vorbei und sehe einige neue Galgos, die aus Cuenca zu uns gekommen sind. Mittlerweile ist die Sonne rausgekommen, und da liegen sie und sonnen sich. Ich sage Melissa, dass das genau das ist, was ich so an Scooby mag, nämlich, dass die Galgos ihre Freiheit, die sie nie hatten, nun endlich genießen können.
Schließlich ist es Zeit, mich denen zu widmen, die mit mir leben: Tino, Coria und Laura sehen spektakulär aus in ihren Mäntelchen. Wir gehen zur Scooby Farm und drehen dort eine Runde. Die Hunde laufen frei und haben eine gute Zeit. Tino bellt die Ziegen und Schafe an, und die Armen laufen daraufhin natürlich weg. Also brülle ich ihn an, sie in Ruhe zu lassen. Dann kommen wir zu den Eseln. Diesmal bellt Tino sie an, um sie zum Nachlaufen zu animieren, und beide Seiten amüsieren sich.. Das Dumme an solch einem Spaziergang ist allerdings, dass - ich weiß nicht warum - die Hunde gerne den Eselsmist fressen. Und obwohl ich ihnen dies verbiete, gelingt es ihnen immer, ein bisschen davon abzubekommen. Ich verstehe das nicht, wo sie doch genug gefüttert werden.


Es stimmt, bis hierhin mutet alles noch himmlisch an, und ich bin sicher, dass ihr alle am liebsten mit mir tauschen würdet. Was gibt es Schöneres für einen Tierfreund? Das Problem zeigt sich erst nachts, wenn meine Hunde reinkommen, um zu schlafen, besonders Coria, denn dann beginnt der “Krieg der Chemie”! Ich weiß nicht, ob der Eselsmist dafür verantwortlich ist, ob er in den Gedärmen der Hunde zu einer Massenvernichtungswaffe mutiert, aber die Wahrheit ist, dass ihre Furzer absolut nicht mehr auszuhalten sind. Und Coria pupst schon sehr viel normalerweise, aber nach dem Genuss von Eselsmist wird es noch viel schlimmer. Ich übertreibe nicht, wenn ich sage, dass vier Furzer von Coria eine ganze Armee vernichten könnten... Gut, dass die Amerikaner davon noch keinen Wind bekommen haben, sonst würden sie ihn mir wegnehmen und nach Afghanistan mitnehmen. Ich bin sicher, dass sich die Taliban nach 15 Minuten ergeben würden! Aber was kann man machen, nicht alles ist perfekt.
Bis bald, Fermin

12/18/2012

Capucina oder Bamby


Ein sehr kleines Update, damit ihr euch unsere kleine Capucina anschaut, ich nenne sie so weil sie Sandras italienischem Volpino so sehr ähnlich ist, besonders in ihrem Verhalten, aber auch in ihrem Aussehen.
 
 
Sie ist sehr klein und wie man in Andalusien sagen würde „grasiosa“, sie ist wie eine Eidechse, immer in Bewegung, klettert auf deinen Schoss, bittet um Aufmerksamkeit, leckt dich ab und schmiegt ihrem Kopf an dich. Alles in Allem, sie ist bezaubernd, und das kommt von jemandem, der kleine Hunde nicht wirklich sehr mag. Aber ich erkenne sie als etwas sehr Spezielles, leg sie auf dein Sofa und glaube mir, wenn ich dir sage, dass du nicht enttäuscht sein wirst. Sie wurde umherstreunend in Zamora gefunden, und in Zamora ist sie noch, bis sie jemand adoptiert.

Grüsse, Fermin