2/14/2016

NICHT OHNE MEINE BABIES. DIE KLEINE GESCHICHTE EINER MAMA COURAGE


Gestern erhielten wir die Nachricht, dass sich eine Hündin seit einigen Tagen in einem Gebiet mit leer stehenden Häusern aufhalte. Wir fuhren dorthin und fanden sie dort im Gras liegend.
Als wir näher kamen, rannte sie weg, aber nicht allzu weit.
Wir versuchten sie mit Futter anzulocken, um sie zu fangen, aber sie wollte kein Futter. Was sie wirklich wollte, war, uns zu etwas zu führen, womit wir nicht gerechnet hatten… einer großartigen kleinen Ansammlung wunderbarer Schätze (7), die sie nicht zurücklassen wollte.
Schnell brachten wir die Welpen in Sicherheit; sie waren an diesem so kalten und regnerischen Tag Wind und Wetter ausgesetzt.
Sie selbst machte es uns etwas schwerer, aber es war nur eine Frage von Geduld…
Ana schaffte es schließlich mit Geduld  und einem Welpen auf ihrem Arm, sie (nach zwei Stunden) einzufangen und dass sie und damit ihre ganze Familie den Menschen letztendlich doch Vertrauen schenkte.
Nun brauchen sowohl die Mama als auch die Welpen ein Zuhause.







2/10/2016

Ein weiterer armer Galgo


Dieser arme Kerl streunte monatelang in Medina herum, bevor wir ihn endlich einfangen konnten. Wir haben ihn Franzini getauft.
Wir können uns kaum vorstellen, was er durchgemacht haben muss – trotz Hunger und Kälte versuchte er zu überleben, mit einem vor Räude juckenden Fell, zwei frischen Frakturen am linken Vorderbein und einer alten Fraktur am rechten.  Jetzt ist er sicher bei Scooby und wie so oft ist es die wunderbare Clinica Mediterraneo in Madrid, die uns hilft und die OP am Dienstag durchführen wird.  Vielen Dank Euch wunderbaren Menschen, dass Ihr mit Eurem Wissen und Eurem Können immer für unsere schwierigen Fälle da seid! So viele unserer Hunde können wieder laufen und haben wieder ein lebenswertes Dasein Dank Euch! Und wir sind sicher, dass wir auch für Franzini ein wunderbares Zuhause finden werden, wenn er sich erstmal von seinem Abenteuer und dessen traurigen Folgen erholt hat.
  









2/08/2016

Jana braucht ein besonderes Zuhause


Jana ist eine liebe schwarze Mischlingshündin mit braun-gepunkteten Pfötchen und honigfarbenen Augen. Sie ist mittelgroß und ungefähr vier Jahre alt.
Jana lebt schon seit zwei Jahren bei Scooby - ihr "Fehler": Sie wurde von Menschen gequält und hat nun große Angst vor Männern.
Seit einem Jahr kümmert sich eine unserer freiwilligen Mitarbeiterinnen besonders um Jana, die nach und nach in kleinen Schritten wieder Vertrauen zur Species Mensch fasst. Es geht ihr schon viel besser: Sie verlässt ihren Auslauf mit Freude und Tatendrang, sie lässt sich anfassen und streicheln, und man kann ihr wunderbar glänzendes Fell bürsten. Mittlerweile nimmt Jana sogar Leckerchen von Männern an. Außerdem geht sie schon prima an der Leine und verträgt sich wunderbar mit ihren Artgenossen im Auslauf. Der Weg bis hierhin war lang und zuweilen mühsam. Jetzt braucht Jana 2 nur noch ihren Menschen - vorzugsweise eine Frau - die sie versteht und ihr Zeit zum Ankommen gibt, ohne etwas zu von ihr zu erwarten. Sie braucht ein Frauchen, das auch die kleinen Fortschritte im Umgang mit anderen Menschen sieht und Jana einfach Zeit lässt. Im Gegenzug bekommt derjenige von ihr ganz viel Zuwendung (sie leckt gerne das Gesicht und die Hände ab) und Blicke voller Dankbarkeit und Lebenslust, die einem das Herz erwärmen und ein wunderbares Geschenk sind.





2/02/2016

Ein sehr langer Tag


Um 3:00 Uhr früh klingelte der Wecker – der Start in einen sehr langen Tag. Zuerst musste ich von Salamanco aus nach Medina del Campo, um den Lieferwagen abzuholen, in dem wir die Hunde zum Tierheim transportieren wollten. Die erste Hürde, die uns aber nicht lange aufhielt, bereitete uns das Auto, in dem ich nach Medina fuhr – es hatte einen Getriebeschaden nur 27 km vor Medina, also haben wir um 3:45 die Straßenwacht allarmiert und um 5:00 war alles wieder ok und ich konnte den Lieferwagen holen, der uns nach Sevilla, Huelva, Badajoz und Caceres bringen sollte und zurück nach Medina del Campo – ein Trip von über 1600 km.
Um 8:15 erreichten wir unsere erste Station, Santiponce, hier übergaben uns eine Mutter mit ihrer Tochter und zwei weiteren Mädchen 6 Galgos. Einer von ihnen hatte eine gebrochene Schulter, einer war noch ein Welpe von etwa 6 Monaten, sie hatten ihn gefunden als er noch sehr klein war und mit der Flasche aufgezogen. Traurige Momente der Hoffnung, als wir die ersten Hunde einer langen Liste bekamen.

Um 11:00 der zweite Stopp, Sevilla. Hier sollten wir 12 Galgos übernehmen, aber 9 von ihnen konnten uns nicht übergeben werden, ihr Galgoero war nicht einverstanden. Ich sehe noch immer das Gesicht des Mädchens und ihre Tränen, wenn sie an das Schicksal der 9 dachte. Wir wollten alles tun, um in Kontakt zu bleiben, damit wir sie vielleicht später noch einsammeln könnten – aber es hat leider nicht geklappt.

12:40, Ankunft in Ingueros, Huelva, wo jemand den ich kenne uns erwartete. Weitere 7 Hunde. Wir sind noch zum Hundehaus gefahren für 10 Podencos, die wir dort herausholen sollten. Eine halbe Stunde später waren wir dort, und, Überraschung – keine Spur von diesen 10 Hunden! Wir tun alles, um dort so viele Hunde wie möglich herauszuholen und an dieser Stelle möchte ich meine Reisebericht unterbrechen um die schrecklichsten Bilder zu beschreiben, die ich je gesehen habe, seit ich angefangen habe, für den Tierschutz zu arbeiten.
Wo immer ich hingesehen habe, ich habe Hunde gesehen, die nur noch Haut und Knochen waren. Ich sah Räude, Angst, Räude, noch mehr Räude. 5 große Hunde mit zwei Futterrationen, die gerade für einen Chihuahua gereicht hätten, noch mehr Skelette und noch mehr Räude. Himmel, ich dachte daran, wie gut es unseren Hunden im Tierheim geht (jetzt, während ich dies schreibe, treibt es mir die Tränen in die  Augen). Ich sah einen Pitbull, der nur noch dem Namen nach ein Pitbull war, er sollte um die 35 kg wiegen, wog aber höchstens 7 und er hatte eine gräßliche Wunde am Hinterteil, war in einer entsetzlichen Verfassung und ich fragte mich, wo an diesem gottverlassenen Ort die Tierärzte waren? (Am Ende unserer Fahrt wurde mir berichtet, dass der Hund gestorben war – sicher vor Hunger). Wir schauten noch in Zone 6, was noch schlimmer war. Dort vegetierten zwei Skelette, die eine hatte gerade geworfen, die andere, eine Bodeuera, war hochträchtig. Ich weiß nicht, wie sich die Welpen überhaupt auf den Beinen halten konnten, sie waren so hungrig und dass die Bodeguera trächtig war, konnte man nur an dem vorstehenden Bauch erkennen, der aus den blanken Rippen stak. Was sollte aus ihr und ihren Welpen werden? Noch mehr Räude und Hunger? Was geschieht hier? Ich musste mich zusammenreißen, denn das Mädchen, das mit mir unterwegs war, konnte nicht aufhören zu weinen. Wir versuchten, so viele wie möglich herauszuholen, aber nur die mit Chip konnten gehen… ganz schlau, von rund 200 können wir nur den einen mit Chip herausholen, natürlich zahlten wir auch die entsprechende Steuer. Ich habe nichts zu den Verantwortlichen dort gesagt, denn ich wollte auf keinen Fall die Arbeit des Mädchens dort ruinieren, sie würden sie sonst nicht mehr hereinlassen und sie könnte ihre wertvolle Arbeit nicht fortsetzen: So viele Hunde wie möglich davor zu bewahren, getötet zu werden (was vermutlich exakt mit den 10 Podencos passiert ist). Wer mich kennt, weiß, dass ich normalerweise kein Blatt vor den Hund nehme aber in diesem Fall musste ich mich beherrschen. Ich habe diesen Ort verlassen in der Hoffnung, dass unsere liebe Freundin nochmal zurück gehen würde zu der trächtigen Bodeguera (während ich dies schreibe kam die Nachricht, dass sie inzwischen ihre Welpen geboren und aufgefressen hatte – unter diesen Umständen völlig nochmal, sie musste etwas essen).
16:45 kurzer Stopp bei Badajoz, sauber und gut organisiert von den Verantwortlichen dort, 11 Galgos, von denen nur einer in schlechter Verfassung war.
18:00 Caceres, hier warteten 2 Mädchen mit 4 Galgos auf mich. Sie hatten Sorge, denn bei unserem letzten Besuch am 25.Dezember konnten wir die 10 Hunde, die sie eingesammelt hatten, nicht mitnehmen, entsprechend glücklich waren sie nun, uns heute diese 4 übergeben zu können.
Um 21:00 waren wir zurück im Tierheim und konnten jeden Hund an seinen Platz im entsprechenden Zwinger verteilen…18 Stunden später bin ich zufrieden mit der Arbeit, die wir zusammen in den verschiedenen Städten erledigt haben, aber ich bleibe zurück mit einem schalen Gefühl im Mund wegen der 9 Galgos, die wir nicht mitnehmen durften und wegen der entsetzlichen Bilder, die ich im Hundehaus gesehen habe.
Danke, Scooby, dass ich ein Teil Deiner großer Familie sein durfte – und ich hoffe für ein bessere Leben für die Tiere
Hoober


VIDEO: https://www.youtube.com/watch?v=u_3TI_CKgVg&feature=youtu.be


1/30/2016

Intelligente Pferde


Unsere Tiere sind wirklich intelligente Geschöpfe. In der Nähe unseres Refugios haben wir einen Acker mit Luzernen; wir bauen sie für die Winterzeit an, um sie dann getrocknet zu füttern. Also ernten wir sie im Sommer und verfüttern sie dann im Winter. Aber unsere Pferde haben beschlossen, dass es den Versuch wert sei, sie direkt grün vom Acker zu fressen. Sie entdeckten nämlich, dass, wenn sie ihre Hinterteile gegen einen Pfosten drücken, sie diesen zum Umfallen bringen können, und dann fällt am Ende der ganze Zaun um. Auf diese Weise können sie leicht zu den Luzernen gelangen, um sie zu fressen. Das Problem dabei ist, dass die Luzerne nicht eingezäunt sind und dass die Pferde, wenn sie einmal durch den Zaun durchgebrochen sind, frei sind. Da wir deswegen den Zaun schon mehrfach reparieren mussten, haben wir beschlossen, einen Elektrozaun anzuschaffen, um so unsere Pferde und Schafe zu schützen. Bitte helft uns dabei, diesen Zaun zu bezahlen und vielleicht auch noch einen weiteren, um damit die Luzerne zu umzäunen, so dass wir sie dann dort gesichert weiden lassen können. Küsse, Abschlecker und Umarmungen von uns allen, Fermin.