8/14/2012

Haut und Knochen...


Nein, nein und nein .. Ich möchte ihn nicht Knochengerüst nennen, auch wenn das arme Ding sehr, sehr dünn ist, und so habe ich eine Weile nachgedacht, wie man dieses arme Geschöpf nennen könnte und  der einzige Name, der mir in den Sinn kam, ist Sebastian, und wenn mir nichts besseres einfällt, dann wird es eben Sebastian sein. Und jetzt müsst Ihr natürlich denken: Wer zum Teufel ist Sebastian, na gut, vielleicht nicht, da viele  Leute gebildeter sind als ich es bin (und ich arbeite sogar in einer Schule); Ihr könntet denken: Um Himmels Willen, wer ist dieser Sebastian, vielleicht auch das noch nicht einmal, möglicherweise interessiert es Euch nicht einmal, zu wissen, wer Sebastian ist.
Aber nein, ich glaube nicht, dass Ihr Euch dafür nicht interessiert, weil „tadaaa“ ich Euch Sebastian vorstelle, der ein entzückender kleiner schwarzer Galgo ist mit einem weißem Streifen, die ihn absolut liebenswert und außergewöhnlich macht, und abgesehen von seiner Farbe, es ist auch sein Charakter und seine Persönlichkeit. Sabine und ich holten ihn aus Moriscos, einer sehr schönen Stadt in Salamanca. Wir fuhren mit dem Auto dorthin, welches von LSF gespendet wurde und schon zugelassen ist, und unsere Freunde von LSF können stolz sein auf ihr Auto, das für den allerersten Rettungseinsatz verwendet wurde, und für nichts Geringeres als der Rettung von Sebastian!


Nun, lasst uns zurück zum Thema sonst beklagt sich Conny, dass ich mich wie ein Politiker anhöre, dass ich viel rede ohne etwas zu sagen, und Conny ist eine unserer wunderbaren Übersetzer, danke Conny! Auf jeden Fall war das arme Geschöpf da und sah aus wie ein Sack Knochen, ohne für eine lange Zeit gefüttert worden zu sein und mit einigen Wunden an seinen Füßen vom Herumlaufen während einer langen Zeit. Auf dem Rückweg im Auto musste Sabine ihn die ganze Zeit Anfassen und Streicheln, denn das war der einzige Weg, ihn ruhig zu halten und mich in Ruhe fahren zu lassen.


Als wir in Medina ankamen, fanden wir keinen Chip und, um Euch die Wahrheit zu sagen, wenn wir so ein schönes Tier wie Sebastian finden, dann hoffe ich immer, es hat keinen Chip, weil dann müssten wir es an die Jäger zurückgeben, wo es ein weitaus schlechteres Leben hätte, als es mit uns haben wird. Also, das ist Sebastian, und im Moment ist er bei uns, aber bald wird er bei Euch zu Hause sein!

Grüße, Fermín

8/09/2012

Ein dicker Riegel Schokolade

Bei Scooby gibt es einen Hund, der wirklich keine Schönheit ist. Er ist weder groß noch klein -  allerdings ist das immer eine Frage der Perspektive. "Chocolate" ist nicht groß, aber er ist dick. Wirklich fett! Ich habe nun mal eine Schwäche für hässliche Hunde, und ich muss zugeben, dass ich mich hoffnungslos in "Chocolate" verliebt habe, was einiges über sein Aussehen verrät.

Vor zwei Jahren wurde "Chocolate" als hübscher schokoladenbrauner Welpe von Scooby vermittelt. In den darauf folgenden zwei Jahren hat er offensichtlich viel gefressen, bis er wieder bei Scooby abgegeben wurde. Sein Besitzer zog in ein kleineres Haus, wo kein Platz mehr für "Chocolate" war.



"Chocolate" ist ein Hund, der seine Menschen kennenlernen muss. In den ersten Tagen ist er ängstlich, und man muss ihn überzeugen, dass man nett und harmlos ist und nur schmusen möchte (Futter überzeugt ihn sehr schnell). Aber zu den Menschen, die sein Vertrauen gewonnen haben, ist er sehr lieb! Er genießt das Streicheln, er ignoriert Katzen (allerdings nicht deren Futter ...), er geht gerne spazieren (er ist leinenführig), und er spielt gerne mit Tennisbällen. Der Ball passt kaum in sein Maul, aber er rennt, wenn man einen Ball für ihn wirft, fängt ihn, sieht den Werfer an und lässt den Ball fallen. Apportieren muss "Chocolate" erst noch lernen - bis jetzt gehe ich zum Ball, hebe ihn auf und werfe ihn nochmals. Ein Fitnessprogramm für Mensch und Tier.

Mein "schöner" Freund sucht noch ein passendes Zuhause.
Vielleicht kann er dort eine Diät machen?

8/06/2012

Unglaublich, aber wahr

Sechs Monate später, das Auto das uns grosszügigerweise von Levriers sans Frontiers gespendet wurde (vielen Dank LSF für diese wundervolle Spende) also wie ich sagte, nach 6 Monaten andauernden bürokratischen Schlachten mit den Diensthabenden, mit Treasury wie auch mit dem allgemeinen Verkehrsbüro, und trotz unseren mehrmaligen Versuchen die Situation zu erklären, dass es eine Spende war, gab es keine Lösung und letztendlich mussten wir es importieren, als wäre es eine reguläre Verkaufs-Ankaufssituation. Viele andere dumme Sachen sind passiert, welche ich nicht erwähnen werde, weil wir immer noch ein anderes Problem zu lösen haben: Der Van,den Merel uns gegeben hat. Die Wahrheit ist, das es für Leute, die ausserhalb Spaniens diese Spenden machen, sehr schwierig zu verstehen ist, aber das ist die Bürokratie die wir hier haben, nicht mal die Krise ändert das, und alles, was nur ein Bisschen ausserhalb der “Norm” ist, ist ein Alptraum zu arrangieren, es ist fast unmöglich.
Grüsse, Fermin



8/05/2012

Die Residencia wird verschönert

Die Residencia, ein kleines Scooby-Tierheim in Valladolid wir aufgehübscht. Nachdem die Mauern vor einer Weile einen weißen Anstrich genossen haben, werden nun die Böden in Angriff genommen. Die Zementböden  waren rissig, gebrochen und schmutzig. Pflanzen wuchsen in den Ritzen und es war ein Alptraum dies jeden Tag zu reinigen. Zwei nette Arbeiter arebeiten jetzt in der glühenden Sonne daran, alles wieder glatt zu bekommen. Die neuen Böden sind einfach zu säubern und sehen sehr gut aus. Und die Hunde sind mehr als glücklich, in einer sauberen Umgebung zu leben.
 

Chica und Punky – 2 Hündinnen aus Salamanca

Vor einer Weile bekamen wir einen Anruf, dass in der Provinz Salamanca eine Hündin auf der Straße lebte, auf die regelmäßig mit Schrotkugeln geschossen wurde. Eine Frau aus dem Dorf hatte sie aufgenommen, damit sie nicht getötet wurde. Natürlich fuhren wir sofort hin, um die Hündin abzuholen. Sie hört jetzt auf den Namen Chica.
Chica war zunächst sehr ängstlich und fühlte sich unwohl zwischen all den Menschen hier. Es ist klar, dass sie keine guten Erfahrungen gemacht hat. Aber schon nach ein paar Tagen taute sie auf, freute sich über Besuch, begann zu wedeln und vor Freude an die Tür zu laufen, wenn man ihr Leckerlis mitbrachte. Sie wird nun bald in eine Pflegestelle umziehen und dort erst einmal richtig verwöhnt werden.


Die gleiche Frau, die Chica gerettet hat, nahm kurz darauf eine mittelgroße schwarze Hündin auf, der das gleiche widerfahren war. Auch sie holten wir ab. Sie heißt jetzt Punky und lebt sich gerade richtig bei Scooby ein. Punky sieht lustig aus - ein Rauhaarmädchen mit großen Stehohren. Genau wie Chica war sie die ersten 2-3 Tage sehr schüchtern, aber jetzt lässt sie sich schon anfassen, streicheln und mit Extrafutter verwöhnen. Wenn man sie auf den Arm nimmt, zögert sie erst einen Moment, aber dann merkt man, dass sie anfängt, Streicheleinheiten zu genießen.

Für unsere beiden goldigen Mädels suchen wir nun ein Zuhause, wo sie ihr Leben auf der Straße vergessen können. Vielleicht bei Euch?
VIDEO: Chica gleich nach der Ankunft bei Scooby


8/04/2012

Video-Mikroskop für Scooby

Danke an Motic Europa, denn die Scooby Tierklinik hat jetzt ein neues digitales Video-Mikroskop, um weiterhin eine qualitativ gute Versorgung für die Patienten zu gewährleisten und ihre pädagogische Aufgabe für die Studenten der Universität von Zaragoza und der Ohio State University zu erweitern. Dieses Video-Mikroskop ermöglicht es uns, Bilder auf einen Computer-Bildschirm oder Beamer zu projizieren, um es vor einem großen Publikum zu zeigen. Wir bedanken uns bei Motic Europe und, ganz besonders, bei Ricard Tomas, der dies möglich gemacht hat!
Guillermo Couto/Ohio State University


8/01/2012

Unsere Findelkinder Mickey und Mouse


Als Marcos, einer unserer Arbeiter, gestern Morgen zu Scooby kam, fand er neben Fermins Auto einen durchweichten Karton. Er wollte ihn zusammen mit den anderen Bauabfällen wegwerfen, doch plötzlich schauten ihn aus dem Karton heraus zwei kleine schwarze Galgojungs mit herzerweichenden Kulleraugen an, die anscheinend schon die ganze Nacht dort verbracht hatten. Wieder einmal hat jemand seine Welpen am Scoobyeingang entsorgt. Obendrein in einer Gewitternacht, so dass die beiden erst mal ins Büro mitkamen, um sich dort in einem kuscheligen Bett aufzuwärmen. Sie waren absolut begeistert von ihrer neuen Schlafgelegenheit und wollten sie überhaupt nicht mehr verlassen. Wahrscheinlich war es das erste Mal in ihrem Leben, dass sie in so einem weichen Bett geschlafen haben.


Uns fiel die Arbeit gestern natürlich ein wenig schwerer, weil wir ständig zu unseren neuen  Bürohelfern schauen mussten – sie sind einfach zu drollig!
Unsere Findelkinder heißen jetzt Mickey und Mouse, sind ins Welpenhaus umgezogen und warten darauf, dass sie schon bald eine Familie finden, die sie nie wieder hergeben wird.