10/19/2015

Tierschützer



Es tut mir leid, dass ich das sagen muss, und ich weiß nicht, ob sich dadurch jemand beleidigt fühlen wird, aber ich muss mal Dampf ablassen. Es scheint, dass es einige Leute in den sozialen Netzwerken, speziell auf Facebook, gibt, die ganz genau wissen, wie Tierschutz betrieben wird, und zwar besser als jeder andere. Um das näher zu erklären: angesichts dessen, dass wir keine Veganer sind, können wir auch nicht als Tierschützer angesehen werden, und unser Refugio kann auch nicht als Tierheim angesehen werden, denn zu unseren Tieren gehören auch solche, die Fleisch essen. Sie nennen sich selbst Antispeziesisten, betrachten jedoch Hunde, Katzen und Fleischfresser allgemein als unreine Tiere. Der größte Blödsinn, den ich bisher in diesem Zusammenhang gelesen habe, ist dass Animaux en Peril, eine belgische Organisation, ihr Tierheim für Hunde und Katzen geschlossen hat, weil sie Fleischfresser sind.



Neuerdings gibt es eine Menge Organisationen, die sich selbst „Tierschutzorganisation“ nennen, und 12 Katzen oder 5 Hunde in ihrer Obhut haben. Ich will nicht bestreiten, dass jedes Leben zählt, aber es ist nicht dasselbe 10 Hunde oder 1000 zu retten oder ein Pferd oder 50 zu haben. Sie sagen, dass es besser sei in einem kleinen Rahmen zu retten und dieses dann auf eine perfekte Weise zu tun, statt in einem großen Umfang, der gemäß ihrer Standards dann nicht so ideal ist. Aber eins ist doch offensichtlich: wenn man 10 Hunde pro Jahr rettet, kann man sie in vergoldete Körbchen setzen, aber was geschieht dann mit dem Rest? Sollen die dann eingeschläfert werden? Ehrlich gesagt ziehe ich es vor, sie zu retten und zu wissen, dass sie im Refugio in Sicherheit sind, als sie von einem Auto überfahren zu lassen. Daher bemühen wir uns um Verträge mit den Städten und Provinzen; wir machen die Arbeit lieber auf unsere Weise, statt eine Tötungsstation vor Ort zu haben.



Was ist nur los mit all diesen jungen Frauen auf Facebook, die normalerweise nichts für die Tiere tun, die Arbeit der anderen aber beständig am Kritisieren sind? -  Wenn wir einen Transport organisieren, ist er nicht gut genug. Wenn wir Hunde ins Ausland schicken, dann deswegen, weil wir mit Versuchslaboren und der Nahrungsmittelindustrie so dicke im Geschäft sind. Das Schlimmste daran ist aber, dass einige Leute ihnen glauben. Wir sind mehrmals angezeigt worden, immer von solchen Tierschützern, Leuten, die selbst nicht in der Lage sind die Arbeit zu tun, und wenn Scooby dann hingeht und ihnen zeigt, wie es geht, dann hassen sie uns einfach deswegen.



Und zu guter Letzt -  was soll man von den Leuten halten, die Fotos aus dem Zusammenhang nehmen, nur um Kritik anzubringen? Ich erinnere mich noch gut an ein Foto von unseren Hunden, die an der Tür standen und wie jemand deswegen eine Kampagne gegen uns startete: dass wir unsere Hunde halten würden wie Sardinen in der Büchse. Wie auch immer: das ist Tierschutz, das kann man nun halten wie man will!



Küsse, Abschlecker und Umarmungen für Euch alle,

Fermín